Outsourcing. Eine Alternative?

Die Global Outsourcing Survey 2018 von Deloitte* macht deutlich, dass sich der in vielen Branchen seit Jahren anhaltende Trend zum Outsourcing fortsetzt.

Aber was bedeutet Outsourcing genau? Und wie unterscheiden sich die verschiedenen Formen wie Offshoring, Nearshoring, Onshoring oder Outtasking?

Der omnipräsente Wettbewerbs- und Kostendruck und die zunehmende Digitalisierung des Geschäfts führen dazu, dass sich zahlreiche Unternehmen unterschiedlicher Branchen seit einiger Zeit mit Reorganisationen auseinandersetzen. Dabei steht vielerorts die Suche nach Kostenoptimierung im Vordergrund, weshalb die Strukturen, Funktionen und Prozesse innerhalb der Organisation kritisch hinterfragt werden.

Während gewünschte Kosteneinsparungen anfangs vor allem im Kerngeschäft gesucht und umgesetzt werden, liegt der Fokus mittlerweile vor allem auf den internen Unterstützungsprozessen.

Grundlegendes zum Outsourcing

Wenn es darum geht, Alternativen zur Optimierung der eigenen Leistung zu finden, Fixkosten zu senken oder saisonale Schwankungen auszugleichen, liegt der Begriff Outsourcing nahe. Der auch als Auslagerung übersetzte Begriff stellt eigentlich eine Abkürzung für “Outside Resource Using” dar. Er bezeichnet eine Organisationsform, die seit Jahren im Trend ist und bei der interne Ressourcen oder ganze Funktionen und Prozesse an Drittunternehmen übertragen werden.

Da es sich beim Outsourcing um den Fremdbezug einer intern erbrachten Leistung handelt, kommt es im Unternehmen, das diese Leistung outsourct, regelmäßig zu einer Strukturänderung. Diese führt zu einer Freisetzung von Ressourcen, die bisher für die Eigenerstellung der Leistungen benötigt wurden. Das Hauptmotiv für ein Outsourcing in Hochlohnländern, wie Deutschland oder der Schweiz, wird vor allem in der Möglichkeit gesehen, Kosteneinsparungen durch die Verlagerung in Niedriglohnländer wie eben Georgien oder Armenien zu realisieren (sogenannte Lohnkostenarbitrage).

Dazu Wikipedia:

Arbitrage (von franz. arbitrage, von lat. arbitratus „Gutdünken, freie Wahl, freies Ermessen“) ist in der Wirtschaft die ohne Risiko vorgenommene Ausnutzung von Kurs-Zins- oder Preisunterschieden zum selben Zeitpunkt an verschiedenen Orten zum Zwecke der Gewinnmitnahme. Gegensatz ist die Spekulation, die diese Unterschiede innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausnutzt und deshalb mit Risiken behaftet ist.

Kleine Begriffskunde:

Unterscheidung nach Ort der Verlagerung:

Variante Beschreibung
Onshoring Wahl eines Outsourcing-Partners im Inland
Off-/Farshoring Wahl eines Outsourcing-Partners im (fernen) Ausland
Nearshoring Wahl eines Outsourcing-Partners in geografischer und kultureller Nähe im Ausland

 

Unterscheidung nach Umfang des Sourcings:

Variante Beschreibung
Insourcing Auslagerung von neuen Aktivitäten, die bisher nicht vom Unternehmen übernommen wurden
selektives Outsourcing Auslagerung von Teilen eines Prozesses/einer Funktion, während der Rest im Unternehmen bleibt
totales Outsourcing Auslagerung von mindestens 80 Prozent eines Prozesses/einer Funktion

 

Unterscheidung nach Outsourcing-Intensität:

Variante Beschreibung
Outtasking Auslagerung von einzelnen Aufgabenbereichen (bspw. Lohnbuchhaltung)
operatives Outsourcing Auslagerung von Geschäftsprozessen (bspw. Ausgangslogistik)
strategisches Outsourcing Auslagerung von Kernaktivitäten oder Wertschöpfungsprozessen (bspw. Produktentwicklung)

 


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